Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Heraklit, 535 - 475 v.Chr., griechischer Philosoph

Aktuelles Monat Februar 2018

Anspruch auf Investitionszulage beeinflusst die Betriebsgröße

BFH, Urt. v. 03.08.2017 – IV R 12/14; www.bundesfinanzhof.de

Für die Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrages sieht das Gesetz bestimmte Größenmerkmale vor. Bilanzierende Betriebe sollten beachten, dass der Anspruch auf eine Investitionszulage dem maßgeblichen Betriebsvermögen zuzurechnen ist und daher dazu führen kann, dass die Größenkriterien für die Inanspruchnahme überschritten werden.

 

Onlinehandel – das Mehrwertsteuersystem wird vereinfacht

Europäische Kommission, Pressemitteilung v. 05.12.2017; www.europa.eu

Der grenzüberschreitende Handel mit Waren über das Internet soll vereinfacht werden. Dazu treten schrittweise bis 2021 verschiedene Regeln und Änderungen in Kraft.

 

Unternehmer aus Drittstaaten mit steuerpflichtigen Umsätzen in Deutschland – BMF klärt mit Infoblatt auf

BMF, Informationsblatt v. 28.11.2017; www.bundesfinanzministerium.de

 

Umwandlungen von Unternehmen und die Gefahr der verdeckten Gewinnausschüttung

BFH, Urteil v. 08.06.2017 – IV R 29/15, NV; www.bundesfinanzhof.de

Die zumeist bei der Umwandlung von Unternehmen angestrebte steuerneutrale Umwandlung zu Buchwerten ist aufgrund zahlreicher formeller Hürden und Vorschriften äußerst komplex. Wie schnell eine mangelhafte Unternehmensbewertung zum Umwandlungsstichtag im Nachhinein zu erheblichen Steuernachteilen führen kann, zeigt das diesem Verfahren zugrunde liegende Urteil.

 

Widerspruchslos festgestellte Steuerforderungen einer insolventen GmbH können später nicht mehr angefochten werden

BFH, Urt. v. 27.09.2017 – XI R 9/16; www.bundesfinanzhof.de

Geschäftsführer einer GmbH können für Steuerschulden ihrer Gesellschaft in Haftung genommen werden, sofern diese durch vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzungen nicht oder nicht rechtzeitig festgesetzt werden konnten.

Im vorliegenden Fall hatte das Finanzamt Schätzbescheide erlassen, die unangefochten blieben, und später einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Die Forderungen aus den Schätzbescheiden wurden unangefochten zur Tabelle angemeldet. Im Rahmen der späteren Inanspruchnahme der Geschäftsführerin als Haftungsschuldnerin für die Steuerschulden der insolventen GmbH wollte die Geschäftsführerin die Forderungen der Höhe nach  noch anfechten. Dies wurde negativ vom BFH entschieden.

 

Betriebsveranstaltungen

Steuerberaterkammer Stuttgart, Pressemitteilung v. 13.11.2017 – Nr. 24/2017; www.stbk-stuttgart.de

Damit die Teilnahme von Arbeitnehmern an Betriebsveranstaltungen steuer- und sozialversicherungsfrei bleibt, sind bestimmte Grenzen und Voraussetzungen zu beachten. Näheres entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Newsletter.

 

Grunderwerbsteuer – spätere Erhöhung durch sogenannten einheitlichen Erwerbsvorgang

BFH, Urt. v. 30.08.2017 – II R 48/15; www.bundesfinanzhof.de

Im vorliegenden Fall veräußerte ein Eigentümer sein unbebautes Grundstück. Die Erwerberin, eine GmbH, beabsichtigte dieses Grundstück zusammen mit einem Vertrag für die Bebauung des Grundstücks weiter zu veräußern. Als durch die Insolvenzreife der GmbH die Grunderwerbsteuer auf diesen einheitlichen Bauvorgang nicht mehr geleistet werden konnte, nahm das Finanzamt den früheren Verkäufer im Rahmen der gesamtschuldnerischen Haftung für die Grunderwerbsteuer in Anspruch.

Dieser Fall zeigt, dass Veräußerer von unbebautem Grundbesitz sich sehr genau darüber informieren  sollten, wie die Vermarktung des Grundstücks erfolgen soll. Auch wenn diese nichts von einem einheitlichen Bau- und Grundstückskaufvertrag wussten, haften sie unter Umständen dennoch für die Mehrsteuer (Grunderwerbsteuer auf die Bauerrichtungskosten).

 

Reparaturaufwand für vom Erblasser verursachten Schaden als Nachlassverbindlichkeit

BFH, Urt. v. 26.07.2017 – II R 33/15; www.bundesfinanzhof.de

Das vorliegende Urteil befasst sich mit der Abgrenzung, wann ein vom Erblasser verursachter Schaden vom Erben im Rahmen der Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden kann.

 

Kinder in der Ausbildung – Senkung der Steuerlast für die Eltern

VLH, Pressemitteilung v. 08.11.2017; www.vlh.de

Je nachdem, ob Eltern für Ihre in der Ausbildung befindlichen Kinder noch einen Kinderfreibetrag bekommen, kommt eine steuerliche Entlastung über den Ausbildungsfreibetrag oder über geleistete Unterhaltszahlungen in Betracht. Voraussetzungen und Abgrenzungen entnehmen Sie bitte dem Newsletter.

 

Steuerklassenwahl bei Ehegatten und Lebenspartnern

BMF, Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2018 v. 24.11.2017; www.bundesfinanzministerium.de

Im genannten Merkblatt erörtert das BMF, welche  Besonderheiten bei der Wahl der Steuerklassen ab 2018 gelten.

 

 

 

Das Aktuelle 02 2018

6. Februar 2018

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