Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Heraklit, 535 - 475 v.Chr., griechischer Philosoph

Aktuelles Monat März 2018

Briefkastenadresse: Vorsteuerabzug zulässig

Der EuGH hat entgegen der Rechtsprechung des BFH erneut entschieden, dass auch die postalische Anschrift eines Unternehmens, die nicht dem Ort der wirtschaftlichen Tätigkeit entspricht, als Rechnungsbestandteil für den Vorsteuerabzug anzuerkennen ist.

Briefkastenadresse: Vorsteuerabzug aus Rechnungen zulässig

EuGH, Urt. v. 15.11.2017 – C-374/16 ; www.curia.europa.eu

EuGH, Urt. v. 15.11.2017 – C-375/16; www.curia.europa.eu

 

GmbH Geschäftsführer: Haftung bei Insolvenz für Einfuhrumsatzsteuer

Das folgende Urteil des BFH verdeutlicht, dass ein GmbH – Geschäftsführer auch nach Insolvenzeröffnung und Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters nach wie vor für die rechtzeitige Entrichtung der Steuern aus Mitteln der GmbH verantwortlich ist. Im vorliegenden Fall hatte der Geschäftsführer nicht dafür Sorge getragen, dass die Einfuhrumsatzsteuer rechtzeitig entrichtet wurde, worauf das Hauptzollamt ihn als Haftungsschuldner in Anspruch nahm. Die dagegen gerichtete Klage des Geschäftsführers beim BFH blieb ohne Erfolg.

Insolvenz: Geschäftsführer haftet für Einfuhrumsatzsteuer

BFH, Urt. v. 26.09.2017 – VII R 40/16; www.bundesfinanzhof.de

 

Pflege-Pauschbetrag: Absetzbarkeit für Privatpersonen

Privatpersonen, die eine pflegebedürftige Person pflegen (z. B. Pflegegrad 4 oder 5 oder Merkzeichen „H“ im Behindertenausweis)  können bei einem mindestens 10% tigen Anteil an der gesamten Pflegeleistung für diese Person, einen Pauschbetrag in Höhe von € 924,00 pro Jahr und zu pflegender Person bei  der Einkommensteuererklärung in Abzug bringen. Dabei darf die Pflegeperson keine Vergütung für diese Pflege erhalten.

Pflege-Pauschbetrag: Was Privatpersonen über Pflege wissen sollten

VLH, Pressemitteilung v. 20.12.2017; www.vlh.de

 

Ausschnitt der Steueränderungen ab 2018

Der Grundfreibetrag ist ebenso wie der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen auf € 9.000,00 bei Einzelveranlagung und € 18.000,00 bei Zusammenveranlagung gestiegen.

Das Kindergeld ist ab 2018 auf € 194,00 für das erste und zweite Kind sowie € 200,00 für das dritte und € 225,00 für jedes weitere Kind gestiegen. Der Kinderfreibetrag erhöht sich auf € 4.788,00, der Betreuungsfreibetrag beträgt € 2.640,00.

Ab 2018 ist eine rückwirkende Beantragung von Kindergeld nur noch für 6 Monate möglich.

Die Möglichkeit der sofortigen Absetzbarkeit von Arbeitsmitteln oder Betriebsausstattung ist auf netto € 800,00 angestiegen.

Belegvorlage vereinfacht: Ab Veranlagungsjahr 2017 sollen alle steuerliche relevanten Belege für die Steuererklärung nur noch bereit gehalten, aber nicht  mehr mit der  Steuererklärung eingereicht werden. Nach jetzigem Stand können diese Belege auch nach Bestandskraft des Steuerbescheides noch ein Jahr lang angefordert werden.

Steueränderungen: Welche Freibeträge und Entlastungen ab 2018 gelten

VLH, Pressemitteilung v. 04.12.2017; www.vlh.de

 

 

Haushaltsnahe Dienstleistung: Hundegassiservice ist unter bestimmten Voraussetzungen absetzbar

Nach einem Beschluss des BFH können auch die Dienstleistungen für einen Hundegassiservice als haushaltsnahe Dienstleistungen abgezogen werden, wenn der Hund zuhause abgeholt und wieder nach Hause gebracht wird. Die Voraussetzung „im Haushalt des Steuerpflichtigen“ sei hier räumlich – funktional auszulegen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen: „Hundegassiservice“ ist absetzbar

BFH, Beschl. v. 25.09.2017 – VI B 25/17, NV; www.bundesfinanzhof.de

 

 

Das Aktuelle März 2018

13. April 2018

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