Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Heraklit, 535 - 475 v.Chr., griechischer Philosoph

Aktuelles Monat Juli 2018

Hauswasseranschluss: 7% tiger Steuersatz gilt auch für externe Unternehmen

2008 entschied der BFH (Bundesfinanzhof), dass das Legen eines Hauswasseranschlusses durch ein Wasserversorgungsunternehmen dem ermäßigten Steuersatz von 7 % unterläge. 2018 klagte nun eine Tiefbau GmbH der Privatwirtschaft, dass die gleiche Leistung durch ihr Unternehmen erbracht, mit 19% besteuert wird. Der BFH hab der klagenden GmbH recht und verweis auf ein Urteil von 2012.

 

Versorgungszusage: Rückdeckungskosten im Zahlungsjahr steuerlich komplett absetzbar

Geklagt hatte ein selbständiger Zahnarzt, der seiner im Unternehmen arbeitenden Ehefrau eine Versorgungszusage über eine lebenslange Altersrente erteilt hatte. Zur Absicherung dieser Zusage hatte er eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, in die er einen einmaligen Versicherungsbeitrag von € 48.700,00 einzahlte (Sparanteil und Risikoanteil). Entgegen der Meinung des Finanzgerichts urteilte der BFH, dass der gesamte Beitrag aus Spar- und Risikoanteil im Jahr der Zahlung als Betriebsausgabe abzugsfähig sei.

 

Privatnutzung des Dienstwagens: BMF zu lohnsteuerlichen Zweifelsfragen

Das Bundesfinanzministerium hat sich in einem aktuellen Erlass, der in allen offenen Fällen anzuwenden ist, zu lohnsteuerlichen Zweifelsfragen  geäußert. Einzelheiten des Scheibens entnehmen Sie bitte dem Newsletter bzw. dem Schreiben selbst.

 

Grundsteuer: Die Einheitsbewertung ist verfassungswidrig

Die Einheitsbewertung des Grundbesitzes als Grundlage für die Grundsteuerberechnung ist verfassungswidrig, weil die Wertverhältnisse in den alten Bundesländern auf den 1.1.1964, in den neuen Bundesländern auf den 1.1.1935 berechnet werden. Der Gesetzgeber ist gefordert, bis 31.12.2019 eine gesetzliche Neuregelung zu schaffen. Bereits ergangene Grundsteuerbescheide, die einen Vorläufigkeitsvermerk tragen, haben weiter Bestand, die Neuregelung soll aufkommensneutral sein, d. h., die Steuerzahler sollen nicht stärker als bisher belastet werden.

 

Kryptowährungen: Spekulationen mit Bitcoins & Co können steuerpflichtig sein

Wer Bitcoins & Co innerhalb eines Jahres privat kauft und verkauft tätigt ein privates Veräußerungsgeschäft eines „anderen Wirtschaftsgutes“ und muss den Wertzuwachs als Spekulationsgewinn der Einkommensteuer unterwerfen.

 

Gemeinsame Arbeitswohnung ist nur für Miteigentumsanteil abschreibbar

Wenn Ehegatten eine reine Arbeitswohnung (außerhäusliches Arbeitszimmer) anschaffen und gemeinsam finanzieren aber nur ein Ehegatte diese Wohnung beruflich nutzt, können grundstücksbezogene Aufwendungen wie Abschreibungen und Schuldzinsen, Grundsteuer, Reparaturen und Versicherungen nur entsprechend den Eigentumsverhältnissen beim nutzenden Ehegatten abgezogen werden. Das Gleiche gilt grundsätzlich auch, wenn ein Arbeitszimmer in der gemeinsamen Wohnung genutzt und steuerlich nur von einem Ehegatten geltend gemacht werden soll.

 

Freiwillig getragene Krankheitskosten dürfen nicht als Sonderausgaben abgezogen werden

Privat Krankenversicherte tragen Krankheitskosten häufig selbst um Beitragsrückerstattungen zu sichern. Diese Krankheitskosten sind nicht als Sonderausgaben abzugsfähig.

 

Weitere Urteile entnehmen Sie bitte dem beigefügten Infobrief  „Das Aktuelle Juli 2018“.

 

Das Aktuelle Juli 2018

11. Oktober 2018

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