Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Heraklit, 535 - 475 v.Chr., griechischer Philosoph

Aktuelles Monat November 2017

Vorsteuerabzug: Auftragserteilung und Leistungsempfänger

(Vorsteuerabzug: Auf die Auftragserteilung kommt es an – BFH, Urt. v. 31.05.2017 – XI R 39/14; www.bundesfinanzhof.de)

Im vorliegenden Fall hatte eine Gemeinschaft aus Lotsen ein Gebäude in Auftrag gegeben und wollte später im Aufteilungsweg die Vorsteuern in den jeweiligen Steuererklärungen geltend machen. Dies wurde versagt, da die einzelnen Lotsen weder Auftraggeber noch Leistungsempfänger waren. Bei Ehegatten wäre in einem ähnlich gelagerten Fall zumindest der teilweise Vorsteuerabzug möglich.

Versorgungsrente bei fortgeführter Geschäftsführertätigkeit des GmbH Geschäftsführers

(BFH, Urt. v. 20.03.2017 – X R 35/16; www.bundesfinanzhof.de)

Versorgungsrenten können unter bestimmten Voraussetzungen als Sonderausgaben beim Leistenden abgezogen werden. Allerdings steht der Gedanke im Vordergrund, dass die Übertragung betrieblicher Tätigkeiten gefördert werden soll. Wenn nur 50% der GmbH Anteile übertragen werden ohne, dass der Übertragenden die Geschäftsführertätigkeit aufgibt, erfüllt dies nicht die Voraussetzungen.

 

Handwerkerleistungen – Beiträge für den Straßenbau abziehbar?

BdSt, Pressemitteilung v. 03.08.2017; www.steuerzahler.de

FG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 15.04.2015 – 11 K 11018/15; www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de

FG Nürnberg, Urt. v. 24.06.2015 – 7 K 1356/14; www.gesetze-bayern.de

BFH, Urt. v. 20.03.2014 – VI R 56/12; www.bundesfinanzhof.de

Grundsätzlich gilt nach einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums aus 2016, dass Maßnahmen der öffentlichen Hand nicht steuerbegünstigt sind. Bezüglich des Arbeitslohns für Straßenanliegerbeiträge gibt es unterschiedliche Rechtsprechung, so dass der Bund der Steuerzahler in einer Musterklage Klärung herbei führen will. Betroffene sollten diese Aufwendungen ansetzen und bei Ablehnung durch die Finanzämter mittels Einspruch und Verweis auf das Musterverfahren den Fall offen halten.

 

Scheidungskosten nicht mehr absetzbar

(FH, Urt. v. 18.05.2017 – VI R 9/16; www.bundesfinanzhof.de)

Der BFH hat nun auch die Kosten des Scheidungsverfahrens unter das Abzugsverbot gefasst und dies rückwirkend ab 2013. Kosten die mit Scheidungsfolgesachen zusammen hängen, wie vermögensrechtliche Regelungen, Unterhalts- und Sorgerechtsfragen, wurden bisher schon ausgenommen.

 

Schulgeld – wie sich Gebühren für Privatschulen absetzen lassen

(Lohi, Steuertipp v. 16.08.2017; www.lohi.de)

Kosten für private Schulen (Schulgeld und Anmeldegebühren) können mit 30% dieser Aufwendungen, höchstens jedoch € 5.000,00 pro Jahr abgezogen werden. Dies gilt auch für deutsche Schulen im Ausland, allerdings nicht für Fachhochschulen im In- und Ausland, da diese als Hochschulen gesehen werden. Es werden also solche Schulen gefördert, die einen allgemeinen oder berufsbildenden Abschluss ermöglichen, der in Deutschland anerkannt ist.

 

 

 

 

Das Aktuelle November 2017

28. Dezember 2017

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